HVO Diesel ist in Deutschland derzeit noch teurer als fossiler Diesel. Das liegt vor allem daran, dass die Produktion aufwendig ist, weil moderne Anlagen benötigt werden und der Einsatz von Wasserstoff kostspielig ist. Zusätzlich sind geeignete Rohstoffe – wie gebrauchte Speiseöle oder tierische Fette – nur begrenzt verfügbar, was den Preis weiter erhöht. Da der Markt für HVO noch relativ klein ist, können Hersteller außerdem weniger von Skaleneffekten profitieren, was die Kosten ebenfalls in die Höhe treibt.
Auch das Tankstellennetz für HVO100 befindet sich noch im Aufbau. Der Kraftstoff wird aktuell nur an ausgewählten Stationen angeboten, zum Beispiel an einzelnen Standorten von Hoyer oder Sprint. Zwar wächst die Zahl der Tankstellen kontinuierlich, doch die Versorgung ist noch nicht flächendeckend. Je nach Region kann es daher unterschiedlich einfach oder schwierig sein, HVO100 zu bekommen. In einigen Städten ist der Kraftstoff bereits gut verfügbar, während in ländlichen Gebieten teilweise noch gar keine Verkaufsstellen existieren. Das führt dazu, dass viele Nutzer längere Wege in Kauf nehmen müssen oder sich erst informieren müssen, ob eine Tankstelle in der Nähe HVO100 führt.
Wer herausfinden möchte, wo HVO100 in der eigenen Umgebung angeboten wird, kann dafür die interaktive Karte von eFuelsNow nutzen. Dort lässt sich schnell sehen, welche Tankstellen den Kraftstoff bereits anbieten und wie sich das Netz weiterentwickelt.
| Fossiler Diesel | Biodiesel | HVO Diesel |
Herkunft | Erdöl | Pflanzenöl | Hydrierte Öle/Fette |
Motorverträglichkeit | Sehr hoch | äbhängig vom Motor | Bei Freigabe sehr gut |
Umweltwirkung | hohe CO₂- und Schadstoffwerte | teils höhere NOx-Werte | abhängig vom Rohstoff, meist bessere Klimabilanz |